Beobachtung, 07.05.09

Zu Beobachten ist der zunehmende Mond (fast Vollmond). Am Montag war der Mond noch im Sternbild Löwe in enger Nachbarschaft zum Saturn zu sehen. Drei Tage später befindet er sich jetzt im Sternbild Jungfrau.


Beobachtung, 21.04.09

Gegen 20:45 Uhr konnten wir uns zur Beobachtung des Merkurs treffen. Es dauerte aber noch einige Minuten, bis die ersten Sterne und dann auch der Merkur zu sehen war. Capella zeigte uns die Richtung an, so dass wir Merkur doch schnell finden konnten. Nach dem jeder einen Blick auf den Merkur geworfen hatten, schwenkten wir die Kuppel Richtung Süden und betrachteten kurz die Sternbilder Großer und Kleiner Hund mit den hellen Sternen Sirius und Procryon.

Im Süden und Osten sind jetzt schon die Frühlingssternbilder zu sehen. Der Löwe, die Jungfrau und Bootes. Dort finden wir die Sterne Regulus, Arkturus und Spika, die zusammen das Frühlingsdreieck bilden. Unter dem Löwen fanden wir den Saturn.


Beobachtung, 31.03.09

Es wurde der Mond beobachtet. Die scharfe Sichel zeigte durch die Hell-Dunkel-Unterschiede im Grenzbereich viele Details. Der Mond steht im Sternbild Stier zwischen Aldebaran und beta Tauri. Nicht weit davon, Richtung Westen findet sich das Siebengestirn. Zum Abschluss konnte noch der Große Nebel im Sternbild Orion betrachtet werden.


Besuch der Kinder- und Jugendakademie Saaletal e.V. an der Sternwarte


Bad Kissingen (av). Wie viel Romantik in einem von Sternen übersäten Himmel steckt, das wissen Erwachsene. Kinder sind da anders, sie interessieren sich eher für das kognitiv Erfassbare am Firmament. Zumindest, die Kinder, die mit der Kinder- und Jugendakademie Saaletal e.V. die Sternwarte besuchten.

Dicht gedrängt standen die 14 Buben und Mädchen im Rund der Kuppel des Jack-Steinberger-Gymnasium in der eine Luke geöffnet war. Am Himmel blinkten Sterne, einer davon ganz hell. „Das ist die Venus“, erklärte Sternenfachmann Claus Behl „die kann man schön mit dem bloßen Auge erkennen weil sie so hell ist“.

Doch das ist ja nicht der Trick bei der Sache, die Neun- bis Zwölfjährigen wollen den Himmel erkunden, ganz nah die Sterne sehen und vielleicht einen Blick auf den Mann im Mond erhaschen. Nein, das geht nicht, zum Einen geht der Mond erst viel später auf (in dieser Nacht um 3.47 Uhr), dann ist die zweistündige Veranstaltung schon beendet, zum Anderen glaubt hier keiner mehr das Märchen mit dem früher ganze Generationen aufwuchsen. „Den Mond sieht man immer nur von einer Seite“, wird der Mathematik-, Physik- und Informatiklehrer später im Modellklassenzimmer erklären, „erst 1959 ist es durch die Raumfahrt gelungen die dunkle Seite zu betrachten.“

In der Sternenkuppel kommt erst einmal das, worauf die wissbegierigen Kinder gewartet haben: Der Blick durch das Teleskop. Mit dem holt der Pädagoge ferne Galaxien, Planeten und Monde ganz nah nach Bad Kissingen. Der Saturn ist zu sehen, mit seinem Ring aus Eis und Gesteinsbrocken, das Sternzeichen Löwe zeigt der Lehrer am Himmel, Orion, Cassiopeia und Andromeda „da liegt die nächste Galaxie“ so Behl. Rote Riesen und Weiße Zwerge gibt es auch am Firmament. Die Sternbetrachtung legte Behl auf den Frühlingsanfang, am 21. März ist ebenso lang Tag wie Nacht und, an diesem Frühlingsabend dringt Kühle in die Kuppel. „Wer die Sterne betrachten will, der muss sich warm anziehen“ gibt Behl den Kindern mit auf den Weg, die ohne Mütze kamen aber zum Glück eine Kapuze an der Jacke hatten.

Auch wenn man in der Kuppel den Eindruck gewinnt, es sei „sternenklar“, so täuscht das. „Die Lichtverschmutzung nimmt immer mehr zu“ hat Behl – seit diesem Jahr betreut er die Sternenwarte – festgestellt. Der Faszination tut das keinen Abbruch. Ganz nebenbei und natürlich beabsichtigt, wird die Sternenkunde zur Lehrstunde: Das Weltraumteleskop Hubble hat die Ausmaße von einem Bus, das empfindlichste am Teleskop sind die Linsen, die Sternbilder kommen aus der griechischen Mythologie, die Erde dreht sich mit 30000 Kilometern pro Stunde um die Sonne, und die letzte Supernova wurde 1987 beobachtet – das sind nur einige der Antworten auf die Fragen mit denen die Kinder den Lehrer löcherten.

Nach einer Stunde unter der Sternenkuppel marschierte die Truppe in das Modellklassenzimmer. Über eine Computersimulation flogen die Kinder zum Mond, besuchten die Raumstation ISS, betrachteten das Innere der Erde und sahen die griechischen Sternhelden als Figuren am Firmament . So richtig heim gehen, wollte niemand. „Eure Eltern warten“ sagte Behl den Nimmermüden und führte die Buben und Mädchen hinaus auf den von einem Sternenhimmel bedeckten Parkplatz..

Text und Foto Anja Vorndran


Beobachtung, 17.03.09

(17.03.09) Am Nachmittag sieht der Himmel noch trübe aus. Als um 18-15 Uhr die Venus am Abendhimmel steht, ist der Himmel aber wolkenlos. Leider kann zum kurzfristig eingeladenen Beobachtungsabend nur eine Schülerin mit einer Begleitperson kommen. Zwei Planeten sind in den frühen Abendstunden sichtbar. Die Venus im Sternbild Fische, die am Westhimmel untergeht

 


und Saturn im Sternbild Löwe, der am Osthimmel aufsteigt und die ganze Nacht zu beobachten sein wird. Wir richten unser Fernrohr zu erst nach Westen, um die Venus zu beobachten, bevor sie unter dem Horizont verschwindet. Die Beobachtung zeigt eine Überraschung.

 


Die Venus zeigt sich als eine dünne Sichel. Sie läuft der Sonne nach, die schon untergegangen ist und jetzt die ihr folgende Venus von unten beleuchtet. Wir beobachten die Venus, bis sie im Dunst dicht über dem Horizont verschwindet.

Während wir die Kuppel gegen den Uhrzeigersinn schwenken betrachten wir die Sternbilder, die an uns vorbei ziehen. Beim Himmelsjäger Orion stellen wir den Motor ab und betrachten das Sternbild:

 


Die Kuppel dreht sich weiter und gibt den Blick auf Sirius frei, den hellsten Stern am Nachthimmel frei.

Im Sternbild Löwe finden wir ausgehend von Regulus den Planeten Saturn.

 


Im Fernrohr erkennen wir den Ring des Saturn. Zur Zeit schauen wir fast senkrecht auf den Ring, der nur als dünner Strich durch den Planeten zu sehen ist:

 


Beobachtung, 20.10.08

Heute traffen sich 4 Schüler und ihre Eltern in der Sternwarte. Ausgehend vom großen Wagen haben wir den Himmel in östliche Richtung erkundet und die Sternbilder Casseiopeia, Perseus, Andromeda und Pegasus gefunden und betrachtet. Im Sternbild Andromeda haben wir unsere Nachbargalaxie den Andromedanebel gesucht und durch den Feldstecher betrachtet. Unter dem Sternbild Andromeda haben wir noch das Sternbild Dreieck erkannt. Leider konnten wir die Dreiecksgalaxie auch im Fernrohr nicht finden.

Nach 45 Minuten hat sich der Himmel mit Wolken bedeckt, so dass wir unsere Beobachtungen abbrechen mussten.


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