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Nach Abschluss der 5. Klasse muss eine zweite Fremdsprache gewählt werden. Das Jack-Steinberger-Gymnasium bietet Latein und Französisch nach Englisch an.
Die Fachschaft Französisch möchte Sie so objektiv und so umfassend wie möglich informieren und Ihnen Entscheidungshilfen für die Wahl der zweiten Fremdsprache geben.
Grundsätzlich sind wir der Ansicht, dass
- der Verständigungsprozeß in Europa mehr denn je junge Menschen braucht, die drei große europäische Sprachen etwa gleich gut beherrschen und dass
- für Französisch zu werben nicht bedeutet, sich gegen Latein oder irgendeine andere Fremdsprache auszusprechen.
Warum Französisch lernen?
Französisch ist die Sprache unseres größten Nachbarn. Den Nachbarn wirklich zu verstehen heißt zunächst einmal, seine Sprache zu verstehen.
Für die Bevölkerung der Bundesrepublik nimmt Französisch eine besondere Stellung ein: es ist auch die Sprache unserer Nachbarländer Belgien, Luxemburg und der Schweiz. Daher bieten sich für den Französischlernenden zahlreiche Möglichkeiten, diese Sprache praktisch anzuwenden - eine Erfahrung, die beim Lernen weiter anspornt.
Französisch ist eine der großen internationalen Sprachen, die nicht nur in Frankreich gesprochen wird.
Frankreich ist seit Jahren der wichtigste Handelspartner der Bundesrepublik. Viele deutsche Firmen sind im französischsprachigen Ausland vertreten und umgekehrt. Wer die französische Sprache beherrscht, hat gute Berufschancen in Wirtschaft, Handel und Verkehr. Europa wächst - das können Sie sicherlich bestätigen - immer mehr zusammen.
Für zahlreiche Studienfächer sind Französischkenntnisse erforderlich, für viele äußerst hilfreich und für fast alle zunehmend erwünscht. Drei Sprachen fließend zu sprechen, ist heutzutage eine hervorragende Voraussetzung für eine erfolgreiche Karriere auf dem europäischen Arbeitsmarkt. Deutsche Hochschulen bieten zunehmend integrierte Studiengänge in Wirtschafts-, Ingenieur-, Geistes- und Sozialwissenschaften an. (vgl. Programm SOKRATES mit dem europäischen Bildungsprogramm COMENIUS der Europäischen Kommission).
Auch in touristischer Hinsicht sind Frankreich und Französischkenntnisse für viele Deutsche attraktiv.
Das oberste Ziel des modernen Fremdsprachenunterrichts ist es,
sprachliche und kulturelle Erfahrungen zu erweitern und zu vertiefen, Interesse und Verständnis gegenüber anderen Sprachen und Kulturen sowie für Lebensgewohnheiten der anderen Länder zu entwickeln und Freude am Umgang mit Sprachen zu wecken.
Französisch ist eine romanische Sprache und sie erfordert aufgrund ihres Formenreichtums am Anfang einen spürbaren Lernaufwand. Das Weiterlernen bereitet aufgrund regelkonformer Bildung komplexerer Strukturen abnehmende Schwierigkeiten. Der systematische Charakter der französischen Sprache kann dann auch ein Gewinn für das Deutsche und selbstverständlich auch für das Englische sein.
Jede romanische Sprache trägt zudem die Brücke zur anderen in sich. Wer Französisch gelernt hat, kann rasch Lesekenntnisse im Spanischen und Italienischen erwerben.
Die Trümpfe des Französischunterrichts können wie folgt zusammengefasst werden:
- Französischunterricht vermittelt Kompetenzen, die auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind.
- Französischunterricht vermittelt Kompetenzen des Lernens, die bei anderen Lernprozessen verwendet werden können. Die vier klassischen Fertigkeiten des Hörverstehens, des Schreibens, des Leseverstehens und des Sprechens werden intensiv geübt.
- Französischunterricht ist ein über die Sprachvermittlung hinausgehendes Projekt, in dem die Öffnung auf einen anderen Kulturkreis hin geleistet wird.
- Französischunterricht will ihre Kinder darauf vorbereiten, außerschulische Realsituationen zu bewältigen, in denen französische Sprache verwendet wird.
Somit ergibt sich, dass der Erwerb differenzierter Französischkenntnisse und Frankreichkenntnisse für die internationale Kommunikation für ein vorurteilsfreies Miteinander und für touristische bis hin zu intellektuellen Interessen von Bedeutung ist.
Wie für jede andere lebende Fremdsprache gilt auch für das Französische, dass man diese reizvolle Sprache am effektivsten lernt, wenn man in jungen Jahren damit beginnt.
Was hat ihr Kind nun ganz konkret zu erwarten, wenn es ab der 6. Klasse Französisch lernt?
Zunächst wird die Arbeit mit dem neuen Lehrwerk "Découvertes" schwerpunktmäßig den Unterricht prägen. Kleine, vereinfachte Lektüren, Gedichte, Lieder sollen dazu auch die Kultur transparent werden lassen.
Später kommt neben der kontinuierlichen Lehrbucharbeit immer öfter die Behandlung kleinerer Texte hinzu. Die Kinder werden zum eigenständigen Formulieren in der fremden Sprache hingeführt.
In der Jahrgangsstufe 10 findet unser Schüleraustausch statt. Seit über 40 Jahren besteht zwischen dem JSG und dem Lycée Georges Dumézil in unserer Partnerstadt Vernon eine enge und erfolgreiche Zusammenarbeit. Durch jährliche Austauschfahrten sind viele persönliche Beziehungen gewachsen.
In der gymnasialen Oberstufe können die Kinder Französisch sowohl als Leistungskurs als auch als Grundkurs wählen.
Wenn Sie jetzt für Ihr Kind und mit ihm zu einer richtigen Entscheidung kommen wollen, dann sind manchmal auch ganz pragmatische Gründe und Kriterien von nicht zu vernachlässigender Bedeutung.
Hiermit sind in erster Linie die individuellen Voraussetzungen und persönlichen Erfahrungen Ihres Kindes - sicherlich auch die Erfahrungen, die es mit dem Englischen gemacht hat - gemeint.
An erster Stelle stehen hier die Freude am Sprechen und die Aufgeschlossenheit für Kommunikation.
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