Login

2018-Vivariumtag-01
2018-Vivariumtag-02
2018-Vivariumtag-03
2018-Vivariumtag-04
2018-Vivariumtag-05
2018-Vivariumtag-06
2018-Vivariumtag-07
2018-Vivariumtag-08
2018-Vivariumtag-09
2018-Vivariumtag-12

Am 3. Oktober 2018 fand bei uns am JSG der nun schon traditionelle Vivariumnachmittag statt. Es ging uns wie in den Jahren davor, wir konnten mit dem Thema fast kein Ende finden! Also haben wir die beiden wichtigsten Farbstoffe in den Mittelpunkt gestellt: Man konnte beobachten, wie sich die Farbe von Säugetierblut durch Sauerstoff ändert und eigenhändig den allerwichtigsten Farbstoff weltweit, das Chlorophyll, aus Blättern isolieren und damit experimentieren.

Eine beachtliche Mineraliensammlung, die durch einige besonders schöne Stücke der Firma Albert Mineralien ergänzt wurde, zeigte dem interessierten Publikum, dass viele glitzernde und völlig verschiedenfarbige Halbedelsteine chemisch gesehen alle zu 99% aus Quarz bestehen, also aus nichts anderem als auch die Kieselsteine im Bach oder der Sand des Meeres. Aber auch Schwefel, Schwefelmineralien sowie Malachit und Lapislazuli konnten in besonders schönen Stücken bewundert werden.

Ein Schwerpunkt lag natürlich auf den Versteckkünstlern und Warnern unter den Tieren unseres Vivariums. Wie bringt man eine Stabschrecke dazu, „Männchen“ zu machen? Wann zeigen uns die Samtschrecken die „rote“ Karte in Form ihrer lustigen, jämmerlich kleinen Flügelchen? Wann rollen die braun gefärbten Phasmiden ihren Hinterleib nach oben auf und warum beginnen die grün gefärbten Arten bei Gefahr mit Hochfrequenzzittern, während die Art mit dem auffallend weißen Längsstreifen auf ihrem Rücken und die stäbchenförmige, graubraungefärbte Art nur still sitzen bleiben? Das wurde am letzten Mittwoch abschließend geklärt. Farbstoffe und ihre Veränderlichkeit bei Pflanzen, Blättern und Früchten waren uns eine weitere Abteilung in der Ausstellung wert.

Geheimtinte, ein Regenbogen an der Wand, UV-Signale bei Tieren, die Farben von Vogelfedern und Schmetterlingsflügeln und nicht zuletzt der Aufbau von farbsehtüchtigen Augen ergänzten unsere Betrachtungen.

So viel Neues ist erschöpfend. Im „Café VIVA“ konnte man bei selbstgebackenem Kuchen entspannen, später auch die Mohrenkopfwurfmaschine in Gang setzen oder unser Spezial-VIVA-Themen-Memory ausprobieren.

Wer sich nicht mit der Beantwortung der zwei Rallyezettel für die kleinen bzw. größeren Besucher und den Infos in der Ausstellung zufriedengeben wollte, der hatte genug Gelegenheit in den Vorträgen unserer Wahlkursschüler noch weitere Phänomene und genauere Erklärungen dazu kennenzulernen und zu erkennen, wie wunderbar diese Naturphänomene ineinandergreifen, wechselwirken und das Funktionieren unserer natürlichen Umgebung auf diesem Planeten sicherstellen.