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Regelung des Sozialpraktikums im Sozialwissenschaftlichen Zweig

 

Das Sozialpraktikum ist ein wesentlicher Bestandteil des Sozialwissenschaftlichen Zweiges. Durch den Kontakt zur sozialen Praxis sollen die Schüler/innen eigene Fähigkeiten entwickeln und auf qualifizierte erzieherische, beratende, pflegerische, medizinische Tätigkeiten und Berufsfelder aufmerksam gemacht werden und damit auch Orientierung für Studium und Beruf erhalten.
Damit die Jugendlichen durch die Praktika wertvolle Einblicke und Erfahrungen in verschiedenen Bereichen sozialer Wirklichkeit erhalten und dadurch ihre sozialen Kompetenzen wie Einfühlungsvermögen und Verantwortungsgefühl gefördert werden, sollen die Praktika künftig stärker mit den Inhalten des Unterrichts abgestimmt werden.
Die im Praktikum gewonnenen Erfahrungen werden anschließend im Unterricht durch Präsentationen und Praktikumberichte ausgewertet.
Aus den genannten Gründen sollten Sie und Ihr Kind die Praktika nicht als lästige Pflichtübung, sondern als besondere Chance betrachten, die in diesem Umfang nur der Sozialwissenschaftliche Zweig bietet.
Gemäß dem (aktuellen) Schreiben des Kultusministeriums vom 14.07.09 zu dieser Thematik wird das Praktikum in der Regel in „Kindergärten, sonstigen Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit, Krankenhäusern, Altenheimen, Behinderteneinrichtungen und anderen sozialen Einrichtungen stattfinden. Abweichungen hiervon sind möglich, sofern die genannte Intention des Sozialpraktikums und der Bezug zum Lehrplan des Fachs Sozialpraktische Grundbildung gewährleistet bleibt.“
Ein bloßes „Schnupperpraktikum“ oder beispielsweise eine Verwaltungstätigkeit (z. B. in einer Arztpraxis oder einem Wirtschaftsbetrieb) ist folglich nicht möglich.

 

Organisation des Sozialpraktikums


Das Praktikum wird auf zwei bzw. maximal drei Blöcke verteilt:

•    8. Jahrgangsstufe:

Hier steht das Thema „bürgergesellschaftliches Engagement/Ehrenamt“ im Lehrplan. Zur Förderung einer sozialen Grundhaltung in der Praxis, die aber auch entsprechend honoriert werden soll, wird Schüler/innen, die für den Zeitraum 8. – 10. Klasse ein ehrenamtliches, bürgergesellschaftliches Engagement (z. B. Leitung einer Jugendgruppe, Hausaufgabenbetreuung von jüngeren Schülern, Betreuung von Migrantenkindern, ökologisches Engagement oder Ähnliches) nachweisen können, ein „Teilpraktikum“ im Umfang von maximal 2 Tagen anerkannt. Die SPG-Lehrkraft muss jedoch im 1. Halbjahr der 9. Klasse von dieser ehrenamtlichen Tätigkeit in Kenntnis gesetzt werden. Sie kann die Anerkennung genehmigen, aber auch in Frage stellen.

Da die Kürzung um 2 Tage nur beim 10-tägigen Praktikum in der 10. Klasse vorgenommen werden kann, muss der Nachweis über die ehrenamtliche Tätigkeit bis spätestens in der 1. Woche nach den Faschingsferien der 10. Klasse erbracht werden.


•    9. Jahrgangsstufe:

Die Schüler beschäftigen sich in diesem Jahr mit dem Thema „Entwicklung und Kindheit“. Alle Schüler absolvieren deshalb ein zusammenhängendes 5-tägiges Praktikum im Kindergarten oder einer vergleichbaren Einrichtung (z. B. Betreuung von Patientenkindern in einer Reha-Klinik). Das Praktikum kann während der nachstehenden Ferienzeiten erfolgen: Allerheiligen-, Weihnachts-, Ostern-, Pfingst- oder Sommerferien.


•    10. Jahrgangsstufe:

Zu den Themenbereichen „Sozialstaat - Mensch in der Arbeitswelt - soziale Arbeit“ absolvieren alle Schüler in diesem Jahr ein zusammenhängendes 10-tägiges Blockpraktikum. Es findet grundsätzlich eine Woche vor den Osterferien und in den Osterferien statt. (Bitte darauf achten, dass damit die erforderliche Gesamtzahl von 15 Arbeitstagen erreicht wird!). Folgende Institutionen/Einrichtungen bieten sich u. a. hierfür an: Behinderteneinrichtungen, caritative Einrichtungen, Bereich Pflege, Altenheime, Krankenhäuser, Jugendarbeit (z. B. SOS Kinderdörfer).


Rechtlicher Rahmen

 

Das Sozialpraktikum, welches gemäß Schulordnung mindestens 15 Arbeitstage umfasst, ist eine schulische Veranstaltung. Dies hat folgende Konsequenzen hinsichtlich der Teilnahme:

  • Der erfolgreiche Abschluss des Sozialpraktikums vor dem Ende der 10. Jahrgangsstufe bildet eine Voraussetzung für das Vorrücken in die Jahrgangsstufe 11.  
  • Krankheitsbedingtes Fehlen ist sowohl der Schule als auch der Praktikumstelle unverzüglich (d. h. am gleichen Tag) mitzuteilen.  
  • Versäumte Praktikumtage sind nachzuholen.


    Versicherungsschutz

    • Der gesetzliche Unfallversicherungsschutz ist bei Schulveranstaltungen üblicherweise durch den Bayerischen GUVV (Gemeinde-Unfall-Versicherungsverband) gewährleistet. Sollte während des Praktikums ein Unfall passieren, muss dies unverzüglich der Schule gemeldet werden!
    • Mit Ihrem Einverständnis wird für die Zeit der Sozialpraktika über das Landratsamt eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Die dafür erforderliche Gebühr von 1,20 Euro müsste von Ihnen übernommen werden. Bei Auslandspraktika ist dagegen selbständig für den Versicherungsschutz zu sorgen!

       

      Grundsätzlich gilt:

      • Die Schüler/innen suchen sich in dem beschriebenen Rahmen ihre Praktikumplätze selbständig aus.
      • Die Schüler/innen drucken sich vor der Bewerbung das Infoblatt für die Praktikumstelle von der Schul-Homepage aus, um sie bei der Bewerbung vorzulegen.
      • Vor der endgültigen Vereinbarung mit der Praktikumstelle ist sicherheitshalber in jedem Fall die Zustimmung des betreuenden SpG-Lehrers sowie von Herrn Fix, der die Praktika betreut und begleitet, einzuholen.
      • Ist die Bewerbung erfolgreich, teilen Sie der SPG-Lehrkraft umgehend die Adresse und Telefonnummer der Praktikumstelle sowie den Namen der dortigen Ansprechperson in Schriftform mit. Der letzte Termin für die Information der SPG-Lehrkraft bezüglich des 10-tägigen Praktikums in der 10. Klasse ist die 1. Woche nach den Faschingsferien.
      • Nach Beendigung des Praktikums ist von der jeweiligen Praktikumstelle eine schriftliche Bestätigung über das abgeleistete Praktikum (s. Vordruck auf der Schul-Homepage) vorzulegen. Der Beleg für das Praktikum in der 9. Klasse muss zu Beginn der 10. Klasse, der Beleg für das Praktikum in der 10. Klasse spätestens bis zu den Pfingstferien dieses Schuljahres vorliegen.
      • Die gemäß Schulordnung vorgesehene Nachbereitung des Praktikums erfolgt an unserer Schule in Form eines schriftlichen Berichts über das Praktikum der 10. Jahrgangsstufe, der spätestens am letzten Schultag vor den Pfingstferien vorgelegt werden muss. Er wird von der SPG-Lehrkraft bewertet und fließt in die Jahresnote ein.
      • Außerdem ist eine Bestätigung der Erziehungsberechtigten erforderlich, dass keine ansteckende Krankheit vorliegt.