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 2020 Jack Steinberger Nachruf Büste

Jack Steinberger ist tot. Während wir uns an „seiner“ Schule Gedanken über die Feier seines 100. Geburtstages machten, ist der Namensgeber im Alter von 99 Jahren am 12. Dezember 2020 friedlich im Kreise seiner Familie in Genf gestorben. Seinen Angehörigen gilt unsere Anteilnahme und unser Mitgefühl.

Es war anlässlich seines 80. Geburtstages, dass die Kissinger Schule, die Hans Jakob Steinberger als am 25. Mai 1921 in einer jüdischen Kantorenfamilie in Bad Kissingen Geborener für dreieinhalb Jahre selbst besucht hatte, nach ihm benannt wurde. Eine Namensgebung, die einer Sondergenehmigung bedurfte, weil der Namensgeber noch lebte. Welch gute Entscheidung, denn auf diese Weise konnte Jack Steinberger persönlich zeigen, warum seine Person es verdient, eine Schule nach ihr zu benennen.

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2020 BlattpaneeleZum verspäteten fünften Geburtstag unseres „Raumes der Stille“ setzen Paneele mit Blattmotiven frische Akzente – zwei im Raum selbst als Dekoration der beiden Säulen zwischen den Fenstern und eines beim neuen „Baum des Lebens“. Sie wurden von Bernd Keller gesponsort, dem ich dafür meinen ausdrücklichen Dank ausspreche.

Hat er seinerzeit das P-Seminar, das als Projekt den Raum gestaltet hat, begleitet und maßgeblich zu seiner heutigen Gestalt und Nutzung beigetragen, so ist es ihm auch heute als Ehe-und Familienseelsorger und insbesondere als Unternehmenscoach (pro sitt) weiterhin ein Anliegen, der Stille und Be-Sinn-ung, dem Da-Sein einen Raum zu geben.

Dieser ist rein materiell gemeint als ein Zimmer in unserem Schulhaus, aber natürlich auch als Raum im Sinne der geschenkten Zeit, die ich mir zum bloßen Sein nehme, ohne weitere Ansprüche oder Forderungen. In den stillen Zeiten kann ich mir meiner selbst bewusst werden, kann ich spüren, was mich ausmacht, wer ich bin.

Um dem, was in mir ist, Ausdruck verleihen zu können, haben Schüler*innen über die letzten eineinhalb Jahre Ideen entwickelt, und mit Hilfe meines Mannes, meiner Kollegin Ursula Schlereth und unseren Hausmeistern konnten diese nun umgesetzt werden: Der „Baum des Lebens“, wie er mehrheitlich bezeichnet wurde, ist fertig. Er befindet sich bei den Spinden unterhalb des Lehrerzimmers, nahe dem Theaterraum und soll dazu dienen, was an Gefühlen, Gedanken, an Freud und Leid, an Lob und Klage in mir ist, loswerden zu können, dem einen Ort zu geben, es auch mit anderen zu teilen, ohne mich zeigen zu müssen. Jede*r ist eingeladen, mit einem eigenen Stift ein im Vogelhäuschen vorbereitetes Baum-Blatt mit dem jeweiligen Gefühl / Sorge / Anliegen / … zu beschriften oder zu bemalen und es mit einem ebenfalls dort befindlichen Pin an den Baum zu heften. Die Blätter werden nie einfach vernichtet, sondern zu gegebener Zeit als Rauch zum Himmel aufsteigen.

Ein erstes beschriftetes Blatt hängt schon: Danke. So vieles verbirgt sich dahinter: Danke für das Geschaffte, danke für die Sonne, danke für die neuen Paneele, für den Baum, für den Raum der Stille, für alle finanzielle, tatkräftige und geistige Unterstützung.

DANKE!

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