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Macher gesucht! Unter diesem Motto findet alljährlich der Tag des Handwerks an bayerischen Schulen statt. Den Heranwachsenden soll eine neue Perspektive auf ihre Berufswahl ermöglicht werden, indem an diesem Tag Handwerksberufe in den Fokus gerückt werden. Am Jack-Steinberger-Gymnasium wird zu diesem Zweck eine Handwerksmesse in der Aula der Schule veranstaltet. Namhafte Betriebe aus der Region präsentieren sich und ihren Beruf an einem Stand, bieten Workshops an oder referieren über Berufsbild, Ausbildungsablauf und Aufstiegschancen. In diesem Jahr waren unter der Schirmherrschaft der Handwerkskammer die Firmen Putz- und Malergeschäft Ulsamer, Bäckerei Schmitt, mydent LAB, Koch Haustechnik GmbH, Rössler SMARTERBUILDINGS und Kaminkehrermeister Felix Keßler vertreten, während die Industrie- und Handelskammer ihre Ausbildungsscouts aus den Firmen Spedition Geis, Sparkasse und Labor L&S mit an die Schule brachte.

Ulsamer mit Schüler

Berufswahl ist ein zentrales Thema in der 9. Jahrgangsstufe am Gymnasium. Doch bisher war die Frage der Berufswahl eher theoretisch. Plötzlich stehen die Jugendlichen Menschen gegenüber, die in ihrer Berufswahl sehr erfolgreich waren und die für ihr Handwerk brennen. Neben den rund 90 Schülerinnen und Schülern des Jahrgangs sind auch die Eltern und Interessierte der benachbarten Real- und Mittelschulen eingeladen, sich von den vielfältigen Eindrücken begeistern zu lassen. 

Und wieder geht das Konzept auf: Im Rahmen einer Nachmittagsveranstaltung erhalten die Teilnehmer und Teilnehmerinnen die Gelegenheit sich mit vier der insgesamt neun präsentierten Arbeitsfelder genauer auseinanderzusetzten, Kontakte in die Arbeitswelt zu knüpfen, sich Chancen auf ein Praktikum sichern und sich mit einem „externen Experten“, wie es im Schuljargon so schön heißt, auszutauschen. Auch die eingeladenen Firmen wissen um die Chance, die der Tag des Handwerks bietet und stellen sich breit auf. So war an fast jedem Stand neben den typischen Gerätschaften und Arbeitsbeispielen ein Auszubildender mit seinem Ausbilder vertreten. Besser kann man nur dann Einblick in den Beruf und die Ausbildung erhalten, wenn man sich mit der praktischen Seite befasst. Aber auch daran sollte es nicht scheitern! In zahlreichen Workshops konnten die Jugendlichen ihr Geschick testen: Vom Anschließen einer funktionstüchtigen Steckdose, über das Verplomben einer Wasserleitung zum filigranen Biegen dünner Drähte für eine Zahnspange: Unter der fachmännischen Anleitung der Handwerkerinnen und Handwerker kristallisiert sich so mach bisher unentdecktes Talent bei den Teilnehmenden heraus und beweist einmal mehr, dass eine Ausbildung eine attraktive Alternative zu einem Studium ist zumal das durchschnittliche Lebenseinkommen eines Handerkers mit Meistertitel leicht mit dem eines Bachelorabsolventen mithalten kann. Der Nachmittag am Jack-Steinberger-Gymnasium kann also als Erfolg auf ganzer Linie gewertet werden: Die Top-Arbeitgeber der Region aus einigen der attraktivsten und interessantesten Arbeitsfelder des Handwerks im direkten Austausch mit der nächsten Generation, liest sich wie der Anfang einer Erfolgsgeschichte.

 

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