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15 Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen aus dem Gymnasium Bad Kissingen und 15 Gleichaltrige vom Gymnasium Teplitz-Schönau (Teplice) in Tschechien nahmen auch in diesem Jahr an der deutsch‑tschechischen Jugendbegegnung mit ihren Lehrkräften Wolfgang Hofmann und Karina Kociper sowie Martin Rak teil. Von Montag, dem 16. März, bis Donnerstag waren alle im Heiligenhof Bad Kissingen untergebracht. Im Anschluss wurde die Begegnung in Tschechien fortgesetzt. Die Woche war geprägt von politischer Bildung, Exkursionen und vielen persönlichen Momenten — wie dem gemeinsamen Singen oder einem Thermenbesuch.

Der Start in Bad Kissingen stand im Zeichen des Ankommens und des Teamwerdens. Kennenlernspiele halfen, Hemmungen abzubauen und Vertrauen aufzubauen. Am zweiten Tag rückte politische Bildung in den Mittelpunkt. In einem intensiven Workshop mit dem Referenten Nkrumah Mbouguen setzten sich die Jugendlichen mit „Rassismus heute“, afro‑deutscher Geschichte und den Auswirkungen des Kolonialismus auseinander. In Kleingruppen diskutierten sie Beispiele aus Alltag und Medien, klärten Begriffe und entwickelten konkrete Ideen, wie Zivilcourage im eigenen Umfeld gelebt werden kann.

Der dritte Tag führte die Jugendlichen nach Erfurt. In der Gedenk‑ und Bildungsstätte Andreasstraße beschäftigte sich die Gruppe mit Diktatur‑ und Freiheitsgeschichte, bevor der Nachmittag mit einem Stadtgang durch Erfurt beendet wurde. Am Donnerstagmorgen reisten die Teilnehmenden über Dresden weiter nach Tschechien. Nach einem Museumsbesuch im Albertinum traf die Gruppe am Abend in Teplitz-Schönau ein. Der deutsche Besuch bezog das Hotel und erhielt bei einer kurzen Stadtführung durch die  tschechischen Jugendlichen erste Einblicke in die Stadt. Auch ein Rundgang durch das Gymnasium von Teplitz wurde dabei geboten.

Ein Ausflug nach Leitmeritz (Litoměřice)  am Freitag ermöglichte neue Perspektiven auf Kultur und Geschichte vor Ort. Auf dem Weg machte die Gruppe auch einen Halt beim Freilichtmuseum in Saubernitz (Zubrnice) und im Ort Lewin (Levín). An diesen Orten wurden bekanntere tschechische Filme gedreht, deren Ausschnitte dann an passenden Stellen durch die tschechischen Schülerinnen vorgespielt wurden. Auch die Stadt Auscha (Úštěk) stand auf dem Besuchsprogramm.  Erst vor kurzem sind hier Teile der Dreharbeiten zum Film „What Happens At Night“ von Regisseur Martin Scorsese erfolgt. Zudem wurde der Aufenthalt genutzt, um den alten jüdischen Friedhof, der bereits seit dem 15. Jahrhundert existiert, zu besuchen. Schließlich hatte die Gruppe die Möglichkeit, sich in der Synagoge der Stadt und der darin befindlichen Ausstellung umzusehen.

Zum Abschluss ging es am Samstag vor der Rückreise nach Bad Kissingen in die Hauptstadt Prag. Der Aufenthalt bot den Jugendlichen Gelegenheit, die Woche Revue passieren zu lassen und letzte Eindrücke zu sammeln.

Die Unterbringung in Bad Kissingen stellte der Heiligenhof Bad Kissingen zur Verfügung. Unterstützt wurde das Projekt durch den Deutsch‑Tschechischen Zukunftsfonds sowie das Städtepartnerschaftskomitee Bad Kissingen — herzlichen Dank an alle Beteiligten und Förderer!