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Am Freitag, dem 26. Juni war es endlich soweit: Der erste Jahrgang des neunjährigen Gymnasiums konnte zur bestandenen Reifeprüfung beglückwünscht werden und hielt nach den Feierlichkeiten den lang ersehnten „Hauptgewinn“ in der Hand.

Nachdem die Schülerinnen und Schüler seit April über den schriftlichen Prüfungen gebrütet und im Anschluss die beiden Kolloquien absolviert hatten, nahmen sie sichtlich erleichtert und stolz im Beisein ihrer Familien und Freunde die Zeugnisse an, die ihnen den Weg in die Hochschulen, Universitäten oder die praktische Ausbildung ebnen. Dazu gratulierten nicht nur erster Bürgermeister Dr. Vogel und 3. Landrätin Meyerdierks, sondern auch Vertreterinnen der hoch engagierten Fördererkreise (Verein der Freunde, Stiftung, Elternbeirat) des Jack-Steinberger-Gymnasiums.

Ungewöhnliche Begrüßung durch den Schulleiter

Schulleiter Markus Arneth „stampfte“ kurzerhand seine vorbereitete Rede ein, nachdem er Jahrgangssprecherin Lisa Zimmermann bei deren Ansprache zugehört hatte und anerkennend feststellen konnte, dies sei „nicht zu toppen“. Aber seine mitgebrachte Hymne „You raise me up“, die der Schulleiter als Überraschungsgeschenk für „seine“ AbiturientInnen im Gepäck hatte, gab er dennoch zum Besten.

Lisa hielt eine sehr emotionale und hoch wertschätzende Rede, die sowohl die Verdienste der Familien und Freunde, als auch die Unterstützung und Leistung der Lehrkräfte und Hausmeister des Gymnasiums würdigte. Abschließend bedankte sie sich noch bei ihrem Co-Sprecher Valentin Heirler , ohne dessen kompetente Hilfe und gute Nerven sie nach eigenen Angaben oft aufgeschmissen gewesen wäre.

Lebendig gelebte Ökumene durch Pfarrer Greier

Aufgeschmissen wäre auch die ganze Schule angesichts der unsäglichen Hitzerekorde am Freitagnachmittag gewesen, wenn nicht Pfarrer Gerd Greier ein Mann der Tat und der spontanen Entschlüsse wäre. Als Schulleiter Arneth aufgrund der immer weiter steigenden Temperaturen am Mittwoch kurzerhand bei ihm anfragte, ob die Übergabe der Zeugnisse direkt im Anschluss an den Abiturgottesdienst ebenfalls in der Herz-Jesu-Kirche stattfinden könne, überlegte der Pfarrer nicht lang und sagte zu. Alle Beteiligten waren sehr dankbar für das offene Gotteshaus und das gelebte ökumenische Christ-Sein. Selbst die kleine zeitliche Überziehung am Ende der Feierlichkeiten und damit kürzere Vorbereitung für den Abendgottesdienst nahm der Geistliche mit Humor und Güte.

Traumnote

Besonders ausgezeichnet wurden diverse Schülerinnen und Schüler, insbesondere natürlich für hervorragende Noten. Hannes Pörtner erhielt für das beste Abitur mit einer Traumnote von 0,98 einen großzügigen Geldpreis vom Verein der Freunde. Für soziales Engagement erhielten in diesem Jahr Letizia Albert und Lisa Zimmermann eine Auszeichnung von der „Stiftung Jack-Steinberger-Gymnasium“, die diese wichtige Anerkennung vor einigen Jahren ins Leben gerufen hat. Die beiden Schülerinnen hatten sich über lange Jahre im schulischen Kontext in unterschiedlichen Bereichen sehr engagiert und verdient gemacht.

Musikalisch gestaltet wurde die Verabschiedung komplett durch den eigenen musikbegeisterten Jahrgang, dessen Weggang den Lehrkräften besonders in diesem Bereich ein weinendes und ein lachendes Auge beschert. Gerne sieht man die „Kinder“ in die Welt hinausziehen, aber wer soll die Lücken in den diversen Orchestern, Ensembles und Chören füllen? Und wer ersetzt das herzliche Lachen von Letizia oder das verschmitzte Grinsen von Thies?

Ein besonderes Miteinander

Ein Jahrgang voller bemerkenswerter Persönlichkeiten wurde hier verabschiedet und so war es nicht verwunderlich, dass es zahlreiche spontane und herzliche Umarmungen gab, sei es mit dem Schulleiter, der Oberstufenbetreuerin oder der ein oder anderen Fachlehrkraft. Der gegenseitige Respekt, die Anerkennung und das Miteinander auf Augenhöhe waren überall zu spüren.

So war das Motto „Jackpot“ des diesjährigen Abiturjahrgans in zwei Richtungen zu verstehen: Er enthielt für alle ein Zeugnis und den Weg ins „Abenteuer Leben“. Aber ebenso waren sie als Einheit auch ein Jackpot für die Schule.