Wie können Städte auf steigende Temperaturen reagieren? Mit dieser aktuellen Fragestellung beschäftigte sich das P-Seminar Physik des Jack-Steinberger-Gymnasiums im Schuljahr 2025/2026.

Zu Beginn analysierten die Schülerinnen und Schüler Klimadaten des Deutschen Wetterdienstes und informierten sich über die prognostizierten Auswirkungen des Klimawandels auf Bad Kissingen. Anschließend entwickelten sie eigenständig einen mobilen Klimamessrucksack auf Basis eines Arduino-Mikrocontrollers. Das selbst programmierte Messsystem erfasst Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und Sonneneinstrahlung und speichert die Messwerte zusammen mit den GPS-Koordinaten.

An drei Messtagen wurde die Innenstadt von Bad Kissingen systematisch vermessen. Mithilfe der aufgezeichneten Daten entstanden Heatmaps, die die räumliche Verteilung der Wärmebelastung sichtbar machten. Ergänzend wurden Wärmebildaufnahmen erstellt und verschiedene thermische Kenngrößen berechnet, um die Belastung an unterschiedlichen Standorten vergleichen zu können.

Die Auswertung zeigte insbesondere auf dem Marktplatz, dem Theaterplatz und in der Landwehrstraße erhöhte Temperaturen. Auf Grundlage dieser Ergebnisse entwickelte das Seminar konkrete Vorschläge für eine klimaangepasste Stadtentwicklung, darunter mehr Begrünung, zusätzliche schattenspendende Bäume, wasserdurchlässige Bodenbeläge und weitere Maßnahmen zur Verbesserung des Mikroklimas.

Während des gesamten Projekts bestand ein enger Austausch mit der Stadt Bad Kissingen.

Besonders erfreulich ist, dass der entwickelte Klimamessrucksack auch zukünftigen P-Seminaren für weitere Untersuchungen – beispielsweise auf dem Schulgelände – zur Verfügung stehen wird.

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                                                                          Heatmap von Bad Kissingen                                                                                                 Wärmebildaufnahme