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Mit der Aufführung des Klassikers „Der Zauberer von Oz“ bewies der Theaterkurs der Oberstufe und die Theaterklasse 5d des JSG unter Leitung von Ulrike Weilbach und Markus Arneth eindrucksvoll, wie viel Kreativität, Engagement und schauspielerisches Talent in den Schülerinnen und Schülern steckt. Das bekannte Märchen über Dorothy und ihre Reise ins Land Oz wurde abwechslungsreich, humorvoll und mit viel Herz auf die Bühne gebracht – wobei die Oberstüfler erst einmal sanft überredet werden mussten, sich auf ein Kinderstück einzulassen.

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Bereits das Bühnenbild überzeugte durch seine liebevolle Gestaltung. Mit einfachen Mitteln gelang es der Gruppe, die verschiedenen Schauplätze – von Dorothys Zuhause über den gelben Ziegelsteinweg bis hin zur Smaragdstadt – anschaulich darzustellen. Farbenfrohe Kulissen und passende Requisiten sorgten dafür, dass das Publikum leicht in die märchenhafte Welt eintauchen konnte. Auch die Kostüme waren kreativ gestaltet und machten die Figuren sofort erkennbar. Besonders der eher an einen Bären erinnernde Löwe, die ständig Stroh verlierende Vogelscheuche und der Axt bestückte Blechmann waren detailreich und originell umgesetzt.

2026 Zauberer 2Die schauspielerischen Leistungen der Mitwirkenden konnten sich ebenfalls sehen lassen. Die Darstellerin der Dorothy (Monika Nikolova) spielte ihre Rolle überzeugend und brachte sowohl Mut als auch Herzlichkeit glaubwürdig zum Ausdruck. Besonders gelungen war das Zusammenspiel mit ihren Begleitern. Die Vogelscheuche (Benedikt Behl) überzeugte mit viel Witz und lebendiger Körpersprache, während die Blechfrau (Sophia Deng) ihre Sehnsucht nach einem Herzen gefühlvoll darstellte. Der Löwe (Siliano Frankenberger) sorgte mit seinem komödiantischen Talent immer wieder für Lacher im Publikum, ohne dabei die eigentliche Botschaft seiner Figur aus den Augen zu verlieren. Auch die Hexen (Paula Kleinhenz, Anna Samsonova) wurden überzeugend gespielt und verliehen der Geschichte zusätzliche Spannung. Die Schülerinnen und Schüler der Theaterklasse standen den „Großen“ aber in keiner Weise nach, sondern verkörperten ihre Gruppen- und etwas kleineren Rollen mit viel Charme und Witz – angefangen bei den kindlichen Mümmlern bis zu den kühl-mürrischen Pummlern.

Besonders beeindruckend war, wie deutlich die zentrale Botschaft des Stückes vermittelt wurde. Freundschaft, Zusammenhalt und der Glaube an die eigenen Fähigkeiten standen im Mittelpunkt. Die Figuren erkennen am Ende, dass sie die Eigenschaften, nach denen sie gesucht haben, bereits in sich tragen.2026 Zauberer 3

Natürlich verlief nicht alles vollkommen fehlerfrei. An einigen Stellen waren die Dialoge etwas zu leise oder kurze Unsicherheiten beim Text bemerkbar. Diese kleinen Patzer wirkten jedoch keineswegs störend, sondern erinnerten daran, dass hier Schülerinnen und Schüler mit großem Einsatz live auf der Bühne standen. Gerade diese Natürlichkeit machte die Aufführung sympathisch und authentisch.

Insgesamt war die Inszenierung von „Der Zauberer von Oz“ ein voller Erfolg. Die Mischung aus fantasievoller Gestaltung, engagierten Darstellerinnen und Darstellern sowie einer wichtigen Botschaft sorgte für einen unterhaltsamen Theaterabend. Das Publikum dankte allen Spielenden mit lang anhaltendem Applaus und einem erfreulich hohen Spendenbetrag auf das  Theaterkonto. Wer die Vorstellung besucht hat, wird sich noch lange an diese gelungene Reise ins Land Oz erinnern.