Allgemeines zu Spanisch spätbeginnend am JSG

Spanisch spätbeginnend startet in der 10. Jahrgangsstufe und muss bis zum Abitur belegt werden.

10. Klasse: Vier Wochenstunden, also eine Stunde mehr als man mit Latein hat (es werden vier Schulaufgaben geschrieben)

11. und 12. Klasse: Jeweils drei Wochenstunden (je eine Klausur pro Halbjahr, eine davon mündlich)

In der Qualifikationsstufe, also der 11. und 12. Jahrgangsstufe, müssen mindestens drei der vier zu belegenden Semester eingebracht werden und zählen somit zur Abiturnote. Man kann in Spanisch nur ein mündliches Abitur, das sogenannte Colloquium, ablegen - muss dies aber nicht tun.

Spanisch ist Kernfach, ersetzt aber nicht das 3. Abiturfach der fortgeführten Fremdsprache. Dies bedeutet, dass man neben Deutsch und Mathematik in einer fortgeführten Fremdsprache (z. B. Englisch, Französisch) schriftliches Abitur ablegen muss, darf also Englisch/Französisch nicht durch Spanisch spätbeginnend ersetzen. 

Mit der Wahl von Spanisch spätbeginnend entscheidet man sich automatisch für ein sprachliches Profil in der Oberstufe, d.h. von den fünf Stunden, die man nach Interessen und Vorlieben belegen kann, hat man mit Spanisch spätbeginnend nur noch zwei weitere übrig.

Weitere Informationen zur gymnasialen Oberstufe unter www.gymnasium.bayern.de/gymnasialnetz/oberstufe

sowie speziell für Spanisch unter

http://www.gymnasiale-oberstufe.bayern.de/medien/km_links/datei/3_praesentation_spaet_beginnende_fs_april_2009.pdf

Sollten Sie detaillierte Information zu Kursbelegungen etc. in der Oberstufe haben, wenden Sie sich bitte an die Kollegstufenbetreuer Herrn Hein und Herrn Schmitt Heiko.

Die Präsentation vom Elternabend können Sie hier herunterladen.

 

Was man bei der Wahl von Spanisch spätbeginnend beachten sollte

Aus der oben dargestellten Belegung von Spanisch spätbeginnend geht hervor, dass relativ wenig Stunden zum Erlernen dieser Sprache vorgesehen sind. Bei spätbeginnenden Sprachen wird auf bisher in der Schule erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten in Englisch, Französisch oder Latein aufgebaut (Grammatikstrukturen, Wortschatz, Lerntechnik Vokabeln) - somit ist die Progression, d.h. das Voranschreiten im Unterricht, sehr steil. Auch ist Spanisch eine sehr formenreiche Sprache - wer also das Lernen von unregelmäßigen Verben verabscheut, ist hier fehl am Platz. Innerhalb von drei Jahren wird die gesamte Grammatik durchgenommen - in Enlisch hat man dafür ca. fünf Jahre Zeit bei insgesamt deutlich mehr Wochenstunden.

Außerdem erfordert die relativ große Menge an neu zu erwerbendem Wortschatz ein konsequentes Mitlernen über das ganze Jahr hinweg sowie Disziplin im Nachbereiten der Unterrichtsstunden. Ein gutes Sprachgefühl ist von Vorteil. Sollte jemand bereits Probleme in anderen Fächern haben bzw. um die Versetzung bangen, so ist die Wahl von Spanisch nicht anzuraten.

Wenn man sich unsicher ist, ob man sich für Spanisch spätbeginnend entscheiden soll oder nicht, so kann man einen Englisch-/Französisch-/Latein-Lehrer fragen, der einen näher kennt; es hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass dessen Einschätzung meist zutreffend ist.

Auf keinen Fall sollte man Spanisch nur deshalb wählen, weil man Latein ablegen will. Die Noten in Spanisch gleichen sich in solchen Fällen oftmals nach einem Jahr denen von Latein an; Spanisch muss allerdings im Gegensatz zu Latein ins Abitur eingebracht werden. Latein hingegen kann nach der 10. Jahrgangsstufe abgelegt werden.

 

Spanisch und das Latinum

Wer sich für Spanisch entscheidet und Latein nach der 9. Klasse ablegt, hat mit der Note 4 in Latein im Jahreszeugnis sogenannte "Gesicherte Lateinkenntnisse" erreicht. Damit kann man fast alle Studiengänge absolvieren; "Gesicherte Lateinkenntnisse" sind inzwischen auch für die Lehramtsstudiengänge Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Geschichte in Bayern ausreichend. Fast alle Fächer wie Jura, Medizin, Pharmazie sowie die meisten Diplomstudiengänge verlangen weder "Gesicherte Lateinkenntnisse" noch "Lateinkenntnisse" (Note 4 im Endzeugnis der 8. Klasse).

Es gibt nur noch wenige Studiengänge, die das "Latinum" erfordern, also Latein inklusive Klasse 10, mind. Note 4 im Jahreszeugnis: die website des Kultusministeriums (http://www.km.bayern.de/allgemein/meldung/2142/fachinformationen-latein-und-griechisch.html) nennt die Lehramtsstudiengänge Griechisch, Evanglische/Katholische Religionslehre. Nur zur Promotion in den Geisteswissenschaften sowie in den Rechtswissenschaften ist das Latinum notwendig; an jeder Universität werden Crashkurse in Latein angeboten, falls man das Latinum doch noch brauchen sollte - Latein lässt sich also auf alle Fälle noch nachholen.

Trotz allem kann man am Ende der 9. Klasse das "Latinum" erwerben, indem man an einer Extraprüfung am JSG teilnimmt. In ihr wird eine schriftliche Übersetzung von ca. 110 lateinischen Wörtern vom Schwierigkeitsgrad einer Cicero-Stelle gefordert. Hinzu kommt eine mündliche Note, für die man die in der 9. Klasse erbrachten mündlichen Leistungen zählen lassen kann. Es ist auch möglich, diese mündliche Note über eine Feststellungsprüfung zu erzielen.