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GRUNDWISSEN 9. KLASSE

 

Die Weimarer Republik

 


1918

 

 

1923

 

 

1929 

Novemberrevolution; am 9. November Sturz der Monarchie und Ausrufung der Republik durch Philipp Scheidemann (SPD) und Karl Liebknecht (Spartakusbund)

 

Hitlerputsch; gescheiterter Putschversuch unter Führung Adolf Hitlers und General Ludendorffs mit dem Ziel, die Demokratie zu stürzen.

 

New Yorker Börsenkrach leitet Weltwirtschaftskrise ein.

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Völkerbund
Internationale Organisation auf Anregung des amerikanischen Präsidenten Wilson 1920 gegründet. Der  Völkerbund sollte die Zusammenarbeit zwischen den Völkern fördern und den Frieden international sichern. An dieser Aufgabe scheiterte der Völkerbund letztendlich und wurde 1946 nach Gründung der UN aufgelöst

Weimarer Verfassung

Die Weimarer Verfassung – die erste demokratische Verfassung Deutschlands -, benannt nach dem Ort, an dem sie durch die Nationalversammlung beschlossen wurde, tritt am 11.8.1919 in Kraft und bildet die gesetzliche Grundlage für eine parlamentarische Republik in Deutschland.

Inflation

Anhaltende Geldentwertung, die durch Vermehrung der umlaufenden Geldmenge bei gleichbleibender Warenmenge entsteht; der dadurch bedingte Preisanstieg begünstigt Sachwertbesitzer und benachteiligt Lohnempfänger, Sparer und Gläubiger. Im Jahr 1923 erreichte die Inflation in Deutschland astronomische Ausmaße: Mit der Währungsreform im November war eine Billion Papiermark nur noch eine Goldmark wert.

 

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg

 

 

30. Januar 1933

 

Reichspräsident Paul von Hindenburg ernennt Adolf Hitler (Führer der NSDAP) zum Reichskanzler: „Machtergreifung"

9. November 1938

Novemberpogrom: Gewaltsames Vorgehen der Nationalsozialisten gegen Juden und jüdische Geschäfte; Zerstörung der Synagogen.

1. September 1939

Beginn des Zweiten Weltkrieges mit Deutschlands Angriff auf Polen

20. Juli 1944

Widerstand; Attentat auf Hitler scheitert (Graf Stauffenberg).

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Nationalsozialismus

 

 

 

 

 

 

 

"Ermächtigungsgesetz"

 

 

 

 "Gleichschaltung"

 

 

 

 

 

Antisemitismus

 

 

 

 

Nürnberger Gesetze

 

 

 

 

 Holocaust/Shoa

 

 

 

 

Konzentrations- und 

Vernichtungslager

 

 

 

 

 

 

 

Münchner Abkommen

Der Begriff bezeichnet die radikal republikfeindliche und antisemitische Bewegung in Deutschland, die sich 1920 als Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) organisierte und die unter Führung Adolf Hitlers in Deutschland von 1933 bis 1945 eine Diktatur (das "Dritte Reich") errichtete. Ein extremer Nationalismus, Rassismus, Eroberungsstreben („Lebensraumpolitik“), Führerprinzip und Volksgemeinschaft sind grundlegende Elemente der NS-Weltanschauung.

 

 

 

Das vom Reichstag beschlossene Gesetz erlaubte der Regierung des Reichskanzlers Hitler ohne das Parlament Gesetze zu beschließen; es wurde zur Grundlage der NS-Diktatur.

 

 

Nach der „Machtergreifung“ wurden alle nichtnationalsozialistischen Verbände und Einrichtungen aufgelöst oder in NS-Organisationen eingegliedert. Außerdem nahmen die Nationalsozialisten den Ländern ihre Eigenständigkeit, führten eine Einparteienherrschaft ein und kontrollierten die Medien.

 

 

 

Der Begriff bezeichnet die seit der Antike und dem Mittelalter bestehende Ablehnung oder Bekämpfung von Juden aus religiösen oder sozialen Gründen sowie die in der 2. Hälfte des 19. Jh. aufkommende rassisch (biologisch) begründete Judenfeindschaft.    

 

 

Bezeichnung für die im Jahre 1935 von den Nationalsozialisten in Nürnberg festgelegten antisemitischen Rassegesetze. Juden verloren das Wahlrecht und durften keine öffentlichen Ämter mehr übernehmen. Eheschließungen zwischen Juden und Nichtjuden wurden verboten.

 

 

Begriffe für den systematischen Massenmord an den europäischen Juden während der Herrschaft des Nationalsozialismus.

 

 

 

Konzentrationslager (KZ) wurden erstmals Anfang des 20. Jh. in totalitären Staaten errichtet, um politische Gegner und missliebige Minderheiten auszuschalten oder zu beseitigen.   
Nach der "Machtergreifung" errichteten die Nationalsozialisten erste KZ in Deutschland. Seit 1941 wurden in den besetzten Gebieten im Osten Vernichtungslager eingerichtet, in denen die Nazis zwischen 5 und 6 Millionen Juden und eine halbe Million weiterer Personen – größtenteils in Gaskammern – umbrachten

 

 

 

 Das 1938 zwischen Großbritannien, Frankreich, Italien und Deutschland  unterzeichnete Abkommen verpflichtete die Tschechoslowakei, die überwiegend von Deutschen bewohnten Grenzgebiete Böhmens (Sudetenland) an das Deutsche Reich abzutreten. Ein tschechoslowakischer Vertreter war zur Münchner Konferenz nicht eingeladen. Großbritannien und Frankreich erhofften sich vergeblich von diesem Zugeständnis (im Sinne der Appeasementpolitik), Hitler von seinen Kriegsplänen abbringen zu können.


Blockbildung, deutsche Teilung und Ost-West-Konflikt bis in die 1960er Jahre


8. Mai 1945

Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa; Bedingungslose Kapitulation Deutsch-lands, 

1946

Verfassung des Freistaats Bayern

23. Mai 1949

Unterzeichnung des Grundgesetzes der BRD in Bonn

1949

Gründung der beiden deutschen Staaten BRD und DDR

17. Juni 1953

Aufstand gegen das DDR-Regime

1961

Mauerbau in Berlin

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Konferenz von Potsdam

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Flucht und Vertreibung

 

 

 

 

 

 

 Besatzungszonen

 

 

 

 

 Entnazifizierung

 

 

 

 

 

 

 

 

 Währungsreform

 

 

 

 

 

 

Deutsche Frage

 

 

 

 

 

 

Kalter Krieg

 

 

 

 

NATO

 

 

 

 

 

Warschauer Pakt

 

 

 

 

 Westintegration

entscheidende Nachkriegskonferenz: Teilnehmer waren die Regierungschefs der Vereinigten Staaten, Großbritanniens und der Sowjetunion. Verhandelt wurden die Zukunft Deutschlands und das Ende des Krieges in Japan. Für Deutschland einigten sich die "Großen Drei" u.a. auf folgende Ziele (5 D´s):

  • Demokratisierung
  • Demilitarisierung (Entwaffnung)
  • Denazifizierung
  • Demontage (Abbau kriegswichtiger Industrien)
  • Dezentralisierung der Verwaltung und Entflechtung der Wirtschaft

 

Als Folge des verlorenen Zweiten Weltkriegs kam es zu einer riesigen Bevölkerungsbewegung von Deutschen aus den deutschen Ostgebieten. Sie begann mit der Flucht von Deutschen vor der Roten Armee und fand ihren Höhepunkt in der systematischen Vertreibung aus Gebieten Ost- bzw. Südosteuropas. Insgesamt mussten 14 Mio. Deutsche ihre Heimat verlassen, über 2 Mio. von ihnen kamen dabei um. 

 

 

Deutschland und Österreich wurden nach dem Zweiten Weltkrieg 1945 von den Siegermächten in vier Besatzungszonen – eine amerikanische, eine britische, eine französische und eine sowjetische – aufgeteilt. Jede Besatzungszone unterstand dem Oberbefehlshaber der jeweiligen Siegermacht.

 

 

Bestreben der Alliierten nach 1945, die deutsche Gesellschaft von nationalsozialistischen Einflüssen zu säubern. Maßnahmen waren neben der gerichtlichen Verfolgung von Kriegsverbrechern u.a. die Entfernung ehemaliger Nationalsozialisten aus einflussreichen Positionen. Die Amerikaner richteten dafür so genannte  Spruchkammern ein. In der sowjetischen Zone wurde die Entnazifizierung dazu genutzt, (beispielsweise durch die Enteignung von Großgrundbesitzern und Großindustriellen)  eine kommunistische Gesellschaftsordnung vorzubereiten.

 

 

Einführung einer neuen Währung und Neuordnung des durch die Kriegsfinanzierung zerrütteten deutschen Geldwesens von 1948 durch die Siegermächte; in den westlichen Besatzungszonen wurde die Deutsche Mark, in der Sowjetischen Besatzungszone die D-Mark (später Mark der DDR) eingeführt. Die unterschiedlichen Währungen vertieften die Teilung Deutschlands.

 

 

Unter der Deutschen Frage versteht man die ungelöste nationale Frage, die durch die Teilung Deutschlands nach 1945 als Folge des Zweiten Weltkriegs und des Kalten Krieges entstanden war. Nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland und der DDR 1949 war das Ziel der westdeutschen Politik, die Einheit Deutschlands nach dem Selbstbestimmungsrecht des Volkes wiederherzustellen. 

 

 

 

Der Begriff bezeichnet den nach dem Zweiten Weltkrieg entstandenen politischen, wirtschaftlichen und militärischen Konkurrenzkampf zwischen den Weltmächten USA und der UdSSR.

 

 

Zehn westeuropäische Staaten, die USA und Kanada gründeten 1949 die Nordatlantische Verteidigungsgemeinschaft als Militärbündnis, um sich gemeinsam gegen einen möglichen Angriff der Sowjetunion zu verteidigen und politisch für Frieden und Freiheit einzutreten. Die Bundesrepublik Deutschland trat ihr 1955 bei.

 

 

Das 1955 in Warschau gegründete östliche Bündnis bestand bis 1991. Unter Führung der Sowjetunion fasste es fast alle militärischen Kräfte Osteuropas, einschließlich der DDR, gegen die NATO zusammen

 

 

Die politische, wirtschaftliche, militärische und kulturelle Einbindung der Bundesrepublik nach 1945 in die westliche Welt (Westeuropa und die Vereinigten Staaten von Amerika).


Weltpolitische Änderungen im Schatten des Kalten Krieges

 

1963

 

 

 

 

 

 Europäische Einigung

 

 

 

 

 

 

 

 

 Nahostkonflikt

 

 

 

 

 

Nord-Süd-Konflikt

 

 

 

 

 

UNO

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Deutsch-französischer Freundschaftsvertrag

 

 

 

 

 

Am Anfang des Einigungsprozesses nach dem Zweiten Weltkrieg stand die Zusammenarbeit der westeuropäischen Staaten im 1949 gegründeten Europarat und in der 1951 entstandenen Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS).  Der Erfolg führte 1957 zur Gründung der Europäischen Wirtschafts-gemeinschaft (EWG) und Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM). EGKS, EURATOM und EWG wurden 1967 zur Europäischen Gemeinschaft (EG) zusammengefasst. Mit dem Vertrag von Maastricht (1992) entstand die Europäische Union, der nach mehreren Erweiterungen inzwischen 27 Staaten angehören.

 

 

Streit zwischen dem 1948 gegründeten Staat Israel, seinen arabischen Nachbarn und der palästinensischen Bevölkerung um das Existenzrecht des Staates Israel und die Rechte der Palästinenser an diesem Land sowie die Gründung eines eigenen palästinensischen Staates. Mehrere Kriege und zahllose Terrorakte prägen bis heute den Konflikt.

 

 

Spannungen zwischen den hoch entwickelten Industriestaaten auf der nördlichen und den "Entwicklungsländern" auf der südlichen Erdhalbkugel. Diese Länder sind geprägt durch ein starkes Bevölkerungswachstum, schlechte Ernährung, Mängel im Gesundheits- und Bildungswesen, fehlende Arbeitsplätze, niedrige Löhne und eine wirtschaftliche Abhängigkeit von den Industrienationen.

 

 

United Nations Organization 

Die Weltorganisation wurde 1945 in San Francisco als Nachfolgerin des Völkerbundes gegründet. Ihr gehören inzwischen fast alle Staaten der Welt an. Ihre Hauptziele sind die Sicherung des Friedens, Garantie der Menschenrechte sowie die internationale Zusammenarbeit zur Lösung wirtschaftlicher, kultureller, sozialer, ökologischer und humanitärer Probleme ; Sitz der UNO ist New York

Methoden und Bewusstseinsbildung

 
 

Quellenauswertung                            Erkennen manipulativer und propagandistischer Mittel in Massenmedien;

                                                        Erfassen komplexerer Sachtexte; 

                                                         differenziertes Bewerten schriftlicher, auch fremndsprachlicher Quellen

                                                         und von Zeitzeugenberichten;

                                                         Umgang mit Informationen aus dem Internet

                                                         Recherchieren in Bibliotheken und ggf. Archiven

  

 

Sensibilisierung                                   Einsicht in den menschenverachtenden Charakter der   

                                                         nationalsozialistischen Ideologie und Bewusstsein von der Gefährdung der

                                                         Demokratie durch extremistische Kräfte;

                                                         Bereitschaft zum persönlichen Engagement für unsere freiheitlich-

                                                         demokratische Grundordnung 

 

 

 

                                             Regine Zientek, Alois Wagner, Wolfgang Hofmann, Rudolf Walter