Regelung des Sozialpraktikums im Sozialwissenschaftlichen Zweig

(Aufgrund der momentanen Pandemie sind die Regelungen außer Kraft gesetzt)

 Es finden keine Praktika statt, Praktika sind zum Vorrücken in die nächsthöhere Jahrgangsstufe nicht notwendig!

Das Sozialpraktikum ist ein wesentlicher Bestandteil des Sozialwissenschaftlichen Zweiges. Durch den Kontakt zur sozialen Praxis sollen die Schüler*innen eigene Fähigkeiten entwickeln und auf qualifizierte erzieherische, beratende, pflegerische, medizinische Tätigkeiten und Berufsfelder aufmerksam gemacht werden und damit auch Orientierung für Studium und Beruf erhalten.
Durch die Praktika erhalten die Schüler*innen wertvolle Einblicke und Erfahrungen in verschiedenen Bereichen sozialer Wirklichkeit und können dadurch ihre sozialen Kompetenzen wie Einfühlungsvermögen und Verantwortungsgefühl stärken.
Die im Praktikum gewonnenen Erfahrungen werden anschließend im Unterricht durch Präsentationen und Praktikumsberichte ausgewertet.
Aus den genannten Gründen sollten Sie und Ihr Kind die Praktika nicht als lästige Pflichtübung, sondern als besondere Chance betrachten, die in diesem Umfang nur der Sozialwissenschaftliche Zweig bietet.
Gemäß dem (momentan noch aktuellen) Schreiben des Kultusministeriums vom 14.07.09 zu dieser Thematik wird das Praktikum in der Regel in „Kindergärten, sonstigen Einrichtungen der Kinder- und Jugendarbeit, Krankenhäusern, Altenheimen, Behinderteneinrichtungen und anderen sozialen Einrichtungen stattfinden. Abweichungen hiervon sind möglich, sofern die genannte Intention des Sozialpraktikums und der Bezug zum Lehrplan des Fachs Sozialpraktische Grundbildung gewährleistet bleibt.“
Ein bloßes „Schnupperpraktikum“ oder beispielsweise eine Verwaltungstätigkeit (z. B. in einer Arztpraxis oder einem Wirtschaftsbetrieb) ist folglich nicht möglich.

 

Organisation des Sozialpraktikums


Das Praktikum wird auf üblicherweise auf zwei Blöcke verteilt:


•    9. Jahrgangsstufe:

Die Schüler beschäftigen sich in diesem Jahr mit dem Thema „Entwicklung und Kindheit“. Alle Schüler absolvieren deshalb ein zusammenhängendes 5-tägiges Praktikum im Kindergarten oder einer vergleichbaren Einrichtung (z. B. Betreuung von Patientenkindern in einer Reha-Klinik). Das Praktikum kann während der nachstehenden Ferienzeiten erfolgen: Allerheiligen-, Weihnachts-, Ostern-, Pfingst- oder Sommerferien.


•    10. Jahrgangsstufe:

Zu den Themenbereichen „Sozialstaat - Mensch in der Arbeitswelt - soziale Arbeit“ absolvieren alle Schüler in diesem Jahr ein zusammenhängendes 10-tägiges Blockpraktikum. Es findet grundsätzlich eine Woche vor den Osterferien und in den Osterferien statt. (Bitte darauf achten, dass damit die erforderliche Gesamtzahl von 15 Arbeitstagen erreicht wird!). Folgende Institutionen/Einrichtungen bieten sich u. a. hierfür an: Behinderteneinrichtungen, caritative Einrichtungen, Bereich Pflege, Altenheime, Krankenhäuser, Jugendarbeit (z. B. SOS Kinderdörfer).


Rechtlicher Rahmen

 

Das Sozialpraktikum, welches gemäß Schulordnung mindestens 15 Arbeitstage umfasst, ist eine schulische Veranstaltung. Dies hat folgende Konsequenzen hinsichtlich der Teilnahme:

  • Der erfolgreiche Abschluss des Sozialpraktikums vor dem Ende der 10. Jahrgangsstufe bildet eine Voraussetzung für das Vorrücken in die Jahrgangsstufe 11.  
  • Krankheitsbedingtes Fehlen ist sowohl der Schule als auch der Praktikumstelle unverzüglich (d. h. am gleichen Tag) mitzuteilen.  
  • Versäumte Praktikumtage sind nachzuholen.


Versicherungsschutz

  • Der gesetzliche Unfallversicherungsschutz ist bei Schulveranstaltungen üblicherweise durch den Bayerischen GUVV (Gemeinde-Unfall-Versicherungsverband) gewährleistet. Sollte während des Praktikums ein Unfall passieren, muss dies unverzüglich der Schule gemeldet werden!
  • Mit Ihrem Einverständnis wird für die Zeit der Sozialpraktika über das Landratsamt eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen. Die dafür erforderliche Gebühr von ca. 1,80 Euro müsste von Ihnen übernommen werden. Bei Auslandspraktika ist dagegen selbständig für den Versicherungsschutz zu sorgen!

 

Grundsätzlich gilt:

  • Die Schüler/innen suchen sich in dem beschriebenen Rahmen ihre Praktikumplätze selbständig aus.
  • Die Schüler/innen drucken sich vor der Bewerbung das Infoblatt für die Praktikumstelle von der Schul-Homepage aus, um sie bei der Bewerbung vorzulegen.
  • Vor der endgültigen Vereinbarung mit der Praktikumstelle ist sicherheitshalber in jedem Fall die Zustimmung des betreuenden SpG-Lehrers sowie von Herrn Warmuth, der die Praktika betreut und begleitet, einzuholen.
  • Ist die Bewerbung erfolgreich, teilen Sie der SPG-Lehrkraft umgehend die Adresse und Telefonnummer der Praktikumstelle sowie den Namen der dortigen Ansprechperson in Schriftform mit. Der letzte Termin für die Information der SPG-Lehrkraft bezüglich des 10-tägigen Praktikums in der 10. Klasse ist die 1. Woche nach den Faschingsferien.
  • Nach Beendigung des Praktikums ist von der jeweiligen Praktikumstelle eine schriftliche Bestätigung über das abgeleistete Praktikum (s. Vordruck auf der Schul-Homepage) vorzulegen. Der Beleg für das Praktikum in der 9. Klasse muss zu Beginn der 10. Klasse, der Beleg für das Praktikum in der 10. Klasse spätestens bis zu den Pfingstferien dieses Schuljahres vorliegen.
  • Die gemäß Schulordnung vorgesehene Nachbereitung des Praktikums erfolgt an unserer Schule in Form eines schriftlichen Berichts über das Praktikum der 10. Jahrgangsstufe, der spätestens am letzten Schultag vor den Pfingstferien vorgelegt werden muss. Er wird von der SPG-Lehrkraft bewertet und fließt in die Jahresnote ein.
  • Außerdem ist eine Bestätigung der Erziehungsberechtigten erforderlich, dass keine ansteckende Krankheit vorliegt.